The Neff Brand and the BSH Site in Bretten

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Neff oven from 1919. (Source: BSH Corporate Archives)

With its long tradition of manufacturing kitchen appliances since 1877, NEFF joins the BSH[1] group in 1982. Over the years, NEFF grew as a premium manufacturer of ovens, extractor hoods and other kitchen appliances.

History of NEFF

Master mechanic Carl Andreas Neff founded "Carl Neff Herd und Ofenfabrik" (cooker and oven factory) in Bretten in Germany's Baden region in 1877, where he manufactured coal-fired cookers at the Zähringer Hof farmstead with the help of six companions.[2] When his sons Adolf Wilhelm and Heinrich took over the factory after his death in 1910, the workforce had expanded to 40. The portfolio now also included gas and confectionery ovens as well as commercial cookers for large-scale catering.[3] Operation and production were expanded after 1927 under the sole management of Adolf Neff. He also began to manufacture electrical appliances. The company's workforce exceeded the 100 employee mark for the first time in 1931. In the same year, Alfred Neff, the son of Adolf Neff, joined his father's company. The trademark that is still used today was registered on November 22, 1941.

The company was mandated to produce armaments in the second world war. Located away from large industrial centers, the factory built special parts for aircraft construction. Large sections of the plant were destroyed during air raids in spring 1945.

Nach dem Krieg versucht Dr. Alfred Neff, mit einer auf sieben Mitarbeiter geschrumpften Belegschaft, den Wiederaufbau. Hilfreich für die schnelle Wiederherstellung der Firma sind der Einfluss und die Kontakte, die er 1945 als von der amerikanischen Besatzungsmacht eingesetzter Bürgermeister der Stadt Bretten und Landrat des Landkreises Karlsruhe nutzen kann. So wird ihm bereits am 15. Juli 1945 durch die US-Militärregierung und am 18. Oktober 1945 durch das Landratsamt Karlsruhe die Erlaubnis zur Weiterführung des Betriebs erteilt. Mit übrig gebliebenen Blechen aus der Flugzeugteileproduktion gelingt es, die zerstörten und beschädigten Werkshallen notdürftig instand zu setzen, und es kann mit der Produktion begonnen werden.

Neben dem Werk in Bretten entsteht bis 1957 eine Gerätefabrik im Ruiter Tal, eine Fabrik für Großkochanlagen in Bruchsal sowie eine Gießerei in Rinklingen. Die Produktpalette wird erweitert und modernisiert. Der hochmodern ausgestattete Elektroherd Arcus wird 1952 das erfolgreichste NEFF-Produkt der Nachkriegsproduktion. 1955 wird eine einheitliche Linie vom Kühlschrank über den Herd bis zur Waschmaschine geschaffen und mit der Herstellung von Gefriertruhen begonnen. Zwei Jahre später produziert NEFF als erstes Unternehmen in Europa Mikrowellen, 1958 den ersten europäischen Induktionsherd.[4]

Mitte der 1960er Jahre arbeiten 3.000 Angestellte an vier Werkstandorten bei der Carl Neff GmbH, die – als größter deutscher Hersteller von Elektro-, Kohle- und Ölherden – in fast 50 Länder exportiert.

NEFF kommt zur BSH

Logo und Slogan von NEFF, 1982. (Quelle: BSH-Konzernarchiv)

In Schwierigkeiten gerät das Unternehmen erstmals 1965, als es den insolventen Konkurrenten Juncker & Ruh in Karlsruhe übernimmt. Fehlende Investitionen und schließlich das Ende des Wirtschaftswunders mit drastisch sinkenden Wachstumsraten führen 1968 zur Schließung des Standorts.[5]

Um die angeschlagene Firma zu retten, verkauft Alfred Neff die Mehrheit der Geschäftsanteile von NEFF an den Elektrokonzern AEG. In umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wird die Belegschaft von über 4.000 auf 2.300 Mitarbeiter reduziert, 1971 die Gießerei in Bretten und 1979 die Großküchenfertigung in Bruchsal geschlossen.

1982 meldet die AEG Konkurs an. Infolgedessen gibt am 12. August 1982 der Vorstand der AEG die Liquidation der Carl Neff GmbH bekannt.[6] Nach Verhandlungen mit diversen Interessenten wird am 1. Oktober 1982 ein Rahmenvertrag mit der BSH abgeschlossen. Zum 15. November 1982 erwirbt die BSH das Warenzeichen NEFF, Teile des Anlage- und Umlaufvermögens sowie die Vertriebs- und Tochtergesellschaften und gründet die heutige NEFF GmbH. Die Produktion im Stammwerk Bretten läuft im Dezember 1982 neu an. Vertrieb, Marketing und Design werden in die BSH-Zentrale nach München verlegt.

Globalmarke NEFF

NEFF ist innerhalb der BSH besonders auf Herde und Dunstabzugshauben spezialisiert.[7] Die Marke steht für Inspiration, Genuss und sinnliche Kocherlebnisse. 2002 wird das Türsystem Slide&Hide® mit drehbarem Türgriff und versenkbarer Backofentür sowie der abnehmbare Bedienknopf TwistPad® für Induktionsplatten eingeführt.[8] Dafür sind die rund hundert beschäftigten Entwickler verantwortlich, die die Innovationsfähigkeit der Brettener Traditionsfirma gewährleisten. 2008 bekommt NEFF aufgrund der Steigerung der Energieeffizienz in der Produktion den „Umweltpreis für Unternehmen“ des Landes Baden-Württemberg. Das digitale Zeitalter hält Einzug in der Küche: Im Jahr 2014 wird ein Einbaubackofen mit der Home Connect-Funktion produziert.

NEFF besitzt heute einen starken Markenkern. Die Brettener Firma ist bekannt für Geräteserien, die in puncto Design, Komfort und Ausstattung sowie Material- und Verarbeitungsqualität hervorstechen. 2022 feiert die Marke NEFF ihr 145-jähriges Bestehen.

Weltneuheiten und Innovationen aus Bretten

Jahr Entwicklung
1930 NEFF baut Öfen mit Steinboden und elektrischer Heizung
1957 Präsentation des ersten Mikrowellenherds in Europa
1970 Backöfen mit CircoTherm-Heißluftsystem
1986 Einführung der Flachschirmdunstabzugshaube
2002 Einführung des mitdrehenden Türgriffs und der voll versenkbaren Backofentür Slide&Hide® und des abnehmbaren Bedienknopfs TwistPad®
2010 Einführung der neuen Backofen-Dampfunterstützung VarioSteam
2014 Einbaubacköfen mit integrierter Dampf- und Home Connect Funktion, Slide&Hide® und Pyrolyse
2016 Fertigung der 25-millionsten Dunstabzugshaube
2017 Fertigung des einmillionsten Slide&Hide® Backofens

Einzelnachweise

  1. BSH was founded in 1967 as Bosch-Siemens Hausgeräte GmbH - BSHG for short. In 1998, the name was changed to BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH, with the short form BSH. Since the sale of the Siemens shares in BSH to Robert Bosch GmbH the company’s name is now BSH Hausgeräte GmbH, but still BSH for short.
  2. BSH Corporate Archives, F-Neff-007, Peter Bahn: "Weiße Ware" – Bretten und seine Herdindustrie, Aachen 1990, page 5, 12, 16 and 18. Other companies included, for example, C. Beuttenmüller & Co., M. A. Lämle A.-G., K. W & A. Muckenfuß and Fa. Autenrieth. Ibid., page 11, 17, and from page 19, 23. The tradition-steeped cooker factory Junker & Ruh OHG in Karlsruhe is furthermore located not far from Bretten. A company was likewise founded in 1925, which was later renamed "Elektro-Gerätebau Oberweiler (E.G.O.)". Peter Bahn: "Weiße Ware" – Bretten und seine Herdindustrie, page 17, 23 and 29.
  3. BSH Corporate Archives, F-Neff-007, Peter Bahn: "Weiße Ware" – Bretten und seine Herdindustrie, from page 18.
  4. BSH-Konzernarchiv, F-Neff-004, Hans Tischert: 80 Jahre Neff, S. 15; BSH-Konzernarchiv, F-Neff-005, Gabriele Kichere: Geschichte und Bedeutung der Marke Neff, Diplomarbeit, Aachen 1994, S. 41.
  5. BSH-Konzernarchiv, F-Neff-007, Peter Bahn: „Weiße Ware“ – Bretten und seine Herdindustrie, S. 29 f.
  6. „Das Geschäft bricht weg“, in: Der Spiegel 27/1982, S. 69.
  7. BSH-Konzernarchiv, F-Neff-007, Peter Bahn: „Weiße Ware“ – Bretten und seine Herdindustrie, S. 31.
  8. BSH-Standort-Bretten-Informationsflyer